Der Klassiker – Klassische Archäologie

Arbeiten wie Indiana Jones. – Das Studienfach „Klassische Archäologie“ im Fokus. Studienorte, -Inhalt und am Wichtigsten: Was kann ich damit im Leben anfangen?
Unsere Vorabinformationen werden dir helfen, herauszufinden, ob Archäologie auch etwas für dich ist.

Wenn du Klassische Archäologie studieren möchtest, bist du hier genau richtig!

Wir zeigen dir:
Was beinhaltet das Fach?
Wo kann ich studieren?
Was sind die Voraussetzungen für das Fach?
Gibt es Bewerbungsfristen?
Wie sehen die Regelstudienzeiten für B.A. und M.A. aus?
Was passiert nach dem M.A.?
Wie sehen meine Berufsmöglichkeiten aus?

Achtung: Dieser Beitrag soll nur zur besseren Transparenz dienen. Es ersetzt nicht die weitere Eigenrecherche an den entsprechenden Uni

Was beinhaltet das Fach?

Die Klassische Archäologie, also die „Lehre des Alten“, wie es direkt aus dem Altgriechischen übersetzt werden kann, ist eine Wissenschaft von gegenständlichen visuell erfassbaren Zeugnissen der griechischen und römischen Kultur, einschließlich ihrer Vorstufen und Nachwirkungen, Randgebiete und Beziehungen zu benachbarten Kulturen. – Ergo: Du beschäftigst dich mit den kulturellen Hinterlassenschaften und Rekonstruktion der Welt und des Lebens der Menschen der Antike (2000 v. Chr. bis 5.-6. Jh. n. Chr.) im Mittelmeerraum (Öffentliches und Privates Leben, Religion, Kultur und Technik).

Oft macht es Sinn, eine Kombination von Haupt- und Nebenfächern anzugeben. Suche daher eine gute Fächerergänzung zur Archäologie, das wird sich später auszahlen. Möglichkeiten sind zum Beispiel: Ägyptologie und Co, Kunstgeschichte, Erziehungswissenschaften, aber auch Medien, Theaterwissenschaften oder Sprachen…

Wo kann ich studieren?

Was sind die Voraussetzungen für das Fach?

Zunächst einmal ist das Fachabitur oder Abitur (Fach- oder Allgemeine Hochschulreife) oder ein vergleichbarer Abschluss zu nennen. Ein Praktikum im Vorfeld ist für die Klassische Archäologie meist nicht zu leisten, folgt jedoch als Modul im B.A. – Wer also über Sommer vor Studienbeginn etwas Zeit hat: Man benötigt für das Praktikumsmodul ein vierwöchiges Grabungspraktium, sowie ein vierwöchiges Praktikum in einer archäologischen Einrichtung (siehe für Beispiele unten). – Klärt aber vorab bei der Studienberatung, was geleistet werden muss, um es nachher anerkannt zu bekommen.
Man sollte im Hauptfach entweder Latein- oder Altgriechisch-Kenntnisse mitbringen, ansonsten bei anderen Fächerkombis zwei Fremdsprachennachweise vorzeigen können. Meistens kann man seine Latein- oder Griechisch-Nachweise an der Uni leisten und bis zum 2. Semester anerkennen lassen.
Lies dir am Besten nochmal die Studienvoraussetzungen für deine Uni und dein Fach durch, denn diese sind extrem wichtig und könnte jeweils auf deine Uni speziell zugeschnitten sein.

Gibt es Bewerbungsfristen?

Meistens ist das Fach „Klassische Archäologie“ nicht zulassungsbeschränkt. – Aber an alle, die auf eine andere Zusage warten: Du bekommst keine Wartesemester, wenn du an einer deutschen Uni eingeschrieben bist; im Ausland sieht das schon anders aus…
Die Bewerbungsfrist für das Wintersemester ist gängiger Weise der 15. Juli. – Manchmal ist auch eine Bewerbung für’s Sommersemester möglich (siehe bei jeweiliger Uni) – Achtet für die Folgesemester auf die Rückmeldefristen, diese variieren gerne mal.

Wie sehen die Regelstudienzeiten für B.A. und M.A. aus?

Die Regelstudienzeit für den Bachelor liegt bei 6 Semestern, das entspricht 3 Jahre. Beginnend im Wintersemester (1. Oktober), kannst du dir also ausrechnen, wie lang du dich mit diesem Studiengang beschäftigen wirst. Vergiss nicht die Vorlesungsfreie Zeit, in der du an Exkursionen und Praktika (u.a. bei Ausgrabungen) teilnehmen oder nach den geleisteten CreditPoints einfach mal entspannen kannst 😉
Wenn du nach dem Bachelor of Arts (oder um’s Archäologisch-er zu formulieren: Baccalaureus Artium (als Frau bist du dann übrigens eine Baccalaurea – aber das wusstest du bestimmt schon)) noch weiterstudieren möchtest, um deine Kenntnisse zu vertiefen und deine Berufsmöglichkeiten zu verbessern, schließt du den M.A. an.
Die Regelstudienzeit für den Master liegt bei 4 Semestern, also nochmal 2 Jahre, die sich aber lohnen werden, denn siehe unten, welche Möglichkeiten sich dir eröffnen:

Was passiert nach dem M.A?

Ab ins Arbeitsleben: Falls eine Stelle an der Uni frei ist (diese sind heißbegehrt), kannst du dich nun als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in bewerben. Wenn du die Schnauze voll hast von der Uni und mal etwas anderes sehen möchtest, schau dir deine neuen Berufsmöglichkeiten unten an.
Promotion: Wenn du deine Unilaufbahn noch nicht beendet hast, kannst du nach deinem M.A. eine Promotion anschließen. Nach Aushändigung der Urkunde wärst du für die Klassische Archäologie ein „Dr. phil.“. Wenn du noch mehr wissen möchtest, die JLU in Gießen gibt darüber gute Infos: Infos zur Promotion (JLU)
Habilitation: Nach erfolgreicher Promotion kann man sich für die Habilitation bewerben. Das ist die höchste Hochschulprüfung in Deutschland und befähigt dich, an Universitäten zu lehren. Wenn du also vorhast, selbst Dozent zu werden, musst du diese akademische Prüfung bestehen und dich danach erfolgreich an einer Universität bewerben. – Denk dran: Dein Dozent hat das auch geschafft – unmöglich ist es also nicht. Übrigens: Die Bezeichnung wäre hierbei PD oder Priv.-Doz., also Privatdozent. Zusätzlich bekommst du häufig die Bezeichnung Dr. habil. (Doctor habilitatus) und bleibt dir nach deiner Lehrtätigkeit erhalten.

Wie sehen meine Berufsmöglichkeiten aus?

Archäologie ist so viel mehr, als nur die richtige Pinselführung zu lernen:

Falls du deine universitäre Laufbahn nach dem M.A. noch nicht beenden möchtest, kannst du dort den weiteren Weg einschlagen, um an der Uni beruflich tätig zu werden. Ab dem B.A. kann man sich als studentische Hilfskraft bewerben. Mit dem M.A. geht es dann als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in weiter. Nach Promotion, Habitilation kannst du vielleicht sogar selbst Dozent und Professor werden.

Ansonsten bist du als fertiger M.A. auch herzlich willkommen in Museen, der Denkmalpflege, als Forscher an Akademien, in Fachverlagen, sowie in wissenschaftlichen Bibliotheken und nicht zuletzt natürlich bei Ausgrabungen 😉

Viel Erfolg bei der Bewerbung!

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