Wieso Du einen privaten Tagestrip nach Luxor buchen solltest

Was wir gemacht haben und wie ihr eins drauf setzen könnt…

Während unserem Ägyptenurlaub haben wir neben Strand, Meer und Sonne natürlich auch ein paar Touren gemacht. Eine davon war die private Luxortour. – was wir sonst noch so erlebt haben? – schaut hier.

Du bist kurz davor nach Ägypten zu reisen? – Mach hier noch schnell unseren Hieroglyphen-Crash-Course, damit du lesen kannst, was dort an den Wänden steht 😉

Große Treppe des Hatschepsuttempels in Luxor.

Unser Trip

Um 5 Uhr morgens wurden wir mit dem Wagen vom Hotel abgeholt. Wir verstauten unsere Daypags und das Lunchpack des Hotels. Ein kleiner Viersitzer hat für uns beide zum Glück ausgereicht. Wir brauchten nämlich keine große Massentour. Die Sonne war noch nicht ganz wach, aber wir waren voller Elan. Vom Hotel aus gings erstmal über die Wüstenstraße nach Safaga hoch. Die Berge in der Ferne kamen immer näher und die Dämmerung setzte allmählich ein. In Safaga kam dann die erste Straßensperre – In Ägypten sind Polizeikontrollen vollkommen normal und nach dem ersten unwohlen Gefühlen wurde es allmählich zur Routine, sogar für uns. Plus: So konnten wir zumindest in Ruhe den Sonnenaufgang beobachten. Nach der „kleinen“ Kontrolle (Mit Spiegel unterm Auto, Lizenzkontrolle des Fahrers und Genehmigung, dass wir „nur“ nach Luxor wollten) gings weiter durch die Wüstenberge. Hier wurde mir erst richtig bewusst, wieso die alten Ägypter nur in seltenen Ausnahmen durch dieses ungängliche Gebiet gestolpert sind. Die Straße wurde breit ausgebaut und verdrängte so radikal dieses gigantische Gestein.

östliche Wüstenberge zwischen Safaga und Qena.

Allmählich lösten sich diese Berge in Sand auf und wir kamen Qena immer näher. An einer kleinen Raststätte schenkte uns der Fahrer Chips und Säfte ^^
Je näher wir der Zivilisation kamen, desto zielstrebiger gewann das Grün die Oberhand über die Wüste.

Nach einer langen Strecke zwischen Palmen, einem Nilseitenarm, Bougainvilleas und dörflichen, sowie städtischen Impressionen, kamen wir in Luxor an.
Zuerst besichtigten wir dort den Karnaktempel. Nachdem wir die Tickets geholt hatten und ein Modell des Tempels betrachteten, machten wir uns auf zu den Ruinen.

dataZockt vor der Widderallee am Karnaktempel in Luxor.

Dieser Tempel ist gewaltig und absolut sehenswert! Bevor ich euch zu viel spoilere, bucht lieber eine Tour dort hin und seht ihn euch mit eigenen Augen an!

Nach dem Rundgang gab uns der Guide eine halbe Stunde für uns allein, damit wir nochmal in Ruhe die Sachen anschauen konnten. Hierbei begingen wir einen großen Fehler und liefen zuweit von den anderen Touristen weg. Denn obwohl wir einfach nur in Ruhe, abseits von der Masse, ein Foto machen wollten, kam ein Einheimischer und wollte uns noch mehr zeigen. Selbst verständlich nicht gratis und ganz bestimmt nicht bei den anderen Touristen. Aber keine Sorge, das wird keine Horrorstory, obwohl uns zunächst etwas mulmig war, als er uns um die erste Ecke geführt hatte. Im Endeffekt sind nur ein paar Fotos entstanden, ein paar Basisinfos gegeben worden und wir waren unser Kleingeld los, da wir gezeigt hatten, wieviel noch in dem kleinen Beutel Wechselgeld für Bakschisch war. Womit wir einen weiteren unserer Fehler greifen können…

Zurück im Auto fuhren wir an einen kleinen Hafen, um mit einem Boot schneller den Nil zu überqueren, als mit dem Auto über die Brücke zu kommen. Auf der anderen Seite, gab es Essen am Buffett und etwa eine Stunde Mittagspause. Dann brachen wir auf zum Hatschepsuttempel.

Mittlerweile waren es über 30 Grad und die Sonne brannte auf uns nieder. Nach dem Daypagscan und dem Ticketkauf (wie bei fast jeden Sehenswürdigkeiten in Luxor), wurden wir durch eine kleine Straße geführt, wo Souveniers zum Besten gegeben wurden – Kleiner Tipp: Wenn ihr nicht eh vorhabt etwas zu kaufen, einfach ignorieren und weiterlaufen. Nicht stehen bleiben 😉
Dann ging es zu dem Wagen, der uns zum Tempel brachte. – Natürlich dataPixel, Nehebet und der Guide, wir haben ja schließlich eine Privattour gebucht xD
Dort angekommen, suchten wir Schatten und der Guide haute mit Fakten um sich. Wir sahen uns die Seitenkapellen an, wie auch diese Hathorkapelle:

Tempel der Hatschepsut in Luxor

Und stiegen schließlich die große Treppe hinauf (Siehe Beitragsbild). Aber ich möchte, wie gesagt, nicht zu viel spoilern. – Auch hier gilt: Selbst anschauen! Es lohnt sich!

Nach dem Hatschepsuttempel folgte das Tal der Königinnen, bei dem wir jedoch nur in die Kammern der Prinzen und nicht in das Grab der Nefertari (QV66) hineinsahen. Der Guide lies uns nach einem kurzen Input allein in die Kammern hinabsteigen – Abenteuer! 😉
Nach dem unglücklichen Verlauf im Karnaktempel, ignorierten und wiesen wir die Einheimischen hier ab, zumal wir an dieser Stelle eh kein Bakschisch mehr hatten.
Leider hatten wir versäumt hier eine Foto- und Filmerlaubnis zu kaufen, sodass wir nun ohne Impressionen für euch dastehen… – aber was wir nicht geschafft haben, werdet ihr sicherlich noch hinbekommen 😉 Habt ihr schöne Fotos von dort? – vielleicht möchten ja ein paar von euch, eure Fotos vom Tal der Königinnen mit uns unten in den Kommentaren teilen. Wir freuen uns schon sehr auf eure Fotos! ❤

Als auch das Tal der Königinnen (was eher das Tal der Prinzen und Prinzessinnen ist) geschafft war, machten wir nur noch einen kurzen Stopp bei den Kolossen von Memnon, um dann die weite Heimreise anzutreten. – Natürlich haben wir an das Bakschisch für den Guide und den Fahrer gedacht.

Memnonkolosse in Luxor

Bei einer kurzen Rast, sind wir unseren Proviant losgeworden. Ein paar Kinder fragten nach Essen und wir hatten noch immer unser Lunchpaket nicht angerührt. – Eine gute Tat hat noch niemandem etwas geschadet 😉

Im Großen und Ganzen hat die Tour unglaublich Spaß gemacht! Es war wundervoll, all diese Orte live zu erleben und wir können es jedem nur weiterempfehlen, der dies ebenfalls vorhat. Allerdings haben wir ein paar Ideen, wie ihr es besser machen könnt und unsere Fehler vermeidet!

Die Vorteile einer Privattour

  1. Ein kleiner 5 Türer reicht für zwei Personen plus Fahrer komplett aus
  2. Ruhe während der Autofahrt – Abseits von Gesprächen mit den Fahrern und dem Radio gab es nur uns und die Tour. Keine nervigen anderen Touristen.
  3. Das VIP-Gefühl kommt immer wieder hoch, ihr fahrt allein mit den kleinen Gondeln nach oben an den Hatschepsuttempel, ihr seid allein auf einem Boot über den Nil. Hab ich schon das Fehlen der nörgelden Touristen erwähnt? – Natürlich sind sie dann bei den Sehenswürdigkeiten wieder da, aber wer hat schon ein Konto wie Bill Gates!?
  4. Der Guide konzentriert sich auf euch. Er beantwortet alle Fragen, die ihr habt, lässt euch Zeit, alles anzusehen und konzentriert sich auf eure Interessen.
  5. Wenn ihr etwas tauschen wollt: Kein Thema! Ihr wollt lieber ins Tal der Königinnen statt dem Mainstream ins Tal der Könige zu folgen? Sagt einfach nur rechtzeitig Bescheid. Der Fahrer und der Guide kommen euch gerne entgegen.

Was Du noch besser machen kannst

> Reihenfolge! Wir hatten die falsche Reihenfolge für so einen heißen Luxortag. Eine schlauere Abfolge wäre gewesen:

  • Tal der Könige oder Königinnen
  • Tempel der Hatschepsut
  • Memnonkolosse
  • Mittagessen und Nilüberfahrt
  • Karnaktempel

Denn morgens ist es sogar in Luxor noch frisch. Wenn du also die Wüste sehen möchtest, bietet es sich bei diesen Trichterformationen in der Ostwüste Luxors an, diese am kühleren Vormittag zu bestaunen. Dagegen der Luxor- und Karnaktempel bieten einiges an Schatten und daher lohnt sich der Besuch am frühen Nachmittag. Plus: der Tempel ist unglaublich beeindruckend! Wenn du zuerst das Tal siehst, erkennst du auch hier den Charm der Umgebung. Wenn du’s dagegen erst hinterher siehst, war der Karnaktempel gefühlt das Beeindruckendste, was du an diesem Tag zu Gesicht bekamst… – also nur ein Tipp.

> Bakschisch! Wenn du den Einheimischen Bakschisch gibst, ist das gar kein Problem. Aber achte auf dein Geldbeutel: Wenn du bei den Sehenswürdigkeiten Bakschisch gibst, dann nicht nur für zwei Fotos und ein kurzes „This is Ramses the second.“ oder „Watch your head“. Wenn du Bakschisch gibst, zeige nicht, dass du noch mehr Bargeld dabei hast. Sag auch mal getrost „Nein“, wenn sie weiter die Hand aufhalten. Ägypter können dies auch respektieren.

> Sonnenhut! Ich habe, trotz besseren Wissens den Fehler gemacht, meinen Sonnenhut im Daybag zu lassen. – Ich weiß, bescheuert! Mach nicht den gleichen Fehler, egal, was du für den Kopf dabei hast: Aufziehen! Plus: Beachte die Reihenfolge weiter oben, dann bekommst du auch nicht zu viel Mittagssonne ab.

> Fotoerlaubnis! Wenn du im Tal der Königinnen Fotos oder Filme machen möchtest, hol dir die Erlaubnis. Sie kostet zwischen 5 und 10€. Dies ist, damit die Einheimischen Geld verdienen können, mit dem Verkauf von DVDs und Bildern. Diese kaufst du jedoch für den Privatbesitzt. Wenn du sie online stellen möchtest: Hol dir die Bilderlaubnis am Eingang!

> Studentenausweis! Bei vielen Einrichtungen bekommst du Studentenrabatt – gerade als Archäologe_in. Ich habe meinen aus Sicherheitsgründen daheim gelassen. Das mache ich das nächste Mal nicht mehr 😉

> Gemütlich! Immer mit der Ruhe. Ihr habt eine Privattour gebucht. Lass dir also Zeit für Fotos und Videos. Versuche so viele wie möglich zu machen. Aussortieren kannst du später immer noch. Konzentriere dich auf die Eindrücke und versuche alles aufzusaugen!

Wir hoffen, ihr könnt mit ein paar Tipps etwas anfangen. Viel Spaß bei eurer Tour und habt einen wundervollen Aufenthalt in Ägypten! Es lohnt sich absolut, also lasst es euch höchtens vom Auswertigen Amt ausreden, dort hin zu reisen 😉

Habt ihr noch Fragen? – Schreibt uns gern.

Habt ihr auch schon eine Luxortour hinter euch? Was habt ihr schönes erlebt?

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